Zurück zur Übersicht

Tägliches Training - warum du es immer an dein Pferd anpassen solltest

19.03.2020

Es gibt viele Menschen da draußen, die immer nur auf den Platz gehen und Dressur machen. Oder immer nur longieren. Oder nur spazieren. Oder sogar nur putzen. Das finde ich schade - denn Pferdetraining kann so vielseitig sein! Und das muss es auch, damit dein Pferd motiviert bleibt - Pferde wollen beschäftigt werden, aber sie wollen einen Sinn in ihrer Aufgabe sehen.

Du weißt sicherlich, dass es Tage gibt, wo dein Pferd voller Elan auf die Hindernisse zurast; und andere, wo es am liebsten einfach nur schlafen oder im Schritt durch die Gegend trotten würde. Und sein wir doch mal ehrlich, jeder hat schon mal versucht, ein wahnsinnig unmotiviertes Pferd (einige würden es auch müde oder sogar faul nennen) antraben zu lassen - gelingen tut es meist, wenn überhaupt, nur für einige Meter und mit schwerster Beinarbeit unsererseits.

Auch Bolero hat solche Tage - manchmal kann ich ihn um mich herum galoppieren lassen und frei mit ihm spielen, sodass er buckelt vor Freude, und dann gibt es Tage, wo ich ihn nur mit sehr viel Treiben in den Trab bekomme - an Galopp gar nicht zu denken. Ich könnte nun zwei Dinge tun, eigentlich sogar drei:

  1. Mein Training jeden Tag gleich gestalten - "Das Tier ist einfach nur faul, dann muss ich ihn halt aufwecken. Ab an die Longe, so wie immer!"
  2. Überhaupt nichts verlangen, ihn putzen, füttern und zurück auf den Paddock stellen ("Top 5 Gründe für gründliches Putzen")
  3. Mein Training an seine Stimmung anpassen - wenn er "faul" ist, dann versuche ich halt, ihn spielerisch zu motivieren. Klappt das nicht, machen wir etwas entspanntes oder gehen zu Variante 2 über. Wenn er motiviert ist, dann mach ich etwas, wobei er sich auspowern kann und trotzdem Spaß hat - z.B. Schleppe fahren oder Stangenarbeit.

Sicherlich muss ich nicht erklären, warum Variante 1 nicht helfen würde. In den meisten Fällen nutze ich also Variante 3 - oftmals klappt das sogar, denn Bolero hat eine Lieblingslektion, den spanischen Schritt. Wenn ich den abfrage, ist er in seinem Element, kommt aus sich heraus und ist danach viel motivierter. Funktioniert das nicht, z.B. wenn er Muskelkater hat, gehe ich oft einfach nur eine große Runde spazieren, damit sich die Muskeln lösen können und passe mich dabei an sein Tempo an. Es gibt aber auch Tage, wo er durchaus körperlich in der Lage ist, etwas zu tun, aber einfach nur müde und lustlos ist (so geht es uns Menschen ja auch manchmal...). An solchen Tagen arbeite ich dann ganz entspannt, viel im Stehen, an langsamen Übungen und im Schritt. Ich nutze also das, was er mir anbietet, gehe auf ihn ein und mache das beste aus der Einheit.

Ob ich an dieser Stelle mit Crunches (Gewichtsverlagerung auf die Hinterhand), Seitengängen wie Schulterherein oder dem Erarbeiten neuer Tricks wie Nein-sagen arbeite, ist tagesabhängig. Meist entscheide ich sowieso erst beim Pferd, was wir machen - denn dann weiß ich, wie mein Pferd drauf ist und kann das Training so wählen, dass beide Parteien zufrieden sind.

Langfristig sollten solche Tage sich natürlich nicht häufen - dann sollte man darüber nachdenken, ob es dem Pferd im generellen gut geht. Hat es Stallkumpels? Stimmt die Futterversorgung? Ist es gesund und schmerzfrei? Sind alle Fragen mit Ja beantwortbar, dann kann es auch einfach daran liegen, dass euer Pferd wirklich "keine Lust" hat. Sobald es merkt, dass du darauf achtest und Rücksicht nimmst, wird es dies vielleicht erstmal ausnutzen. Mit der Zeit (maximal 2-3 Wochen) wird sich zwischen euch aber eine neue Art von Denken einstellen und euer Arbeiten wird viel harmonischer und freudiger, mehr "miteinander" - denn dein Pferd hat dann bewusst entschieden, mit dir zu arbeiten, weil es einen Sinn darin sieht: Entweder Spaß oder körperliche Verbesserung.

Wichtig für die Aufrechterhaltung dieses Motivationslevels ist dann natürlich Abwechslung im Training - und das je nach Tagesstimmung von Pferd und Reiter.

Wenn du willst, schau dir gerne mal eine Trainingseinheit von uns an:

Kategorien: Pferdegerecht | Schlagworte: Frei- und Bodenarbeit, Trainingsimpulse

Beitrag kommentieren

Hey! Wir verwenden Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern.
Indem du hier fortfahrst, stimmst du der Nutzung von Cookies automatisch zu.
Ganz viel Liebe, Toni und Bolero💞

Folgende Cookies zulassen:

Alle akzeptieren

Ich möchte mehr Informationen!


Welche Cookies werden gesetzt?

Notwendig
PHPSESSID Behält die Einstellungen der Seite des Benutzers bei allen Seitenanfragen bei.
robin_marketing_popup Sorgt dafür, dass das Marketing-Popup nicht bei jedem Seitenwechsel erneut aufpoppt.
dwa_cookie_noticed Speichert die Einwilligungen zu den Cookies für ein Jahr. Dieser Cookie kann zurückgesetzt werden, wenn die Einwilligung entzogen werden soll.
Statistik
_pk_id Matomo - Cookie zum Speichern einiger Details über den Benutzer, z. B. der eindeutigen Besucher-ID (anonymisiert), notwendig zum Zählen wiederkehrender Besucher. - Speicherdauer 13 Monate
_pk_ses Matomo-Cookie zur Speicherung Sessionabhängiger Nutzerdaten - Speicherdauer 30 Minuten

Kostenloses E-Book: Der richtige Kappzaum für mich und mein Pferd