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Worauf achten beim Mineralfutter?

09.04.2020

Eins steht fest: Jedes Pferd braucht Minerale und Vitamine, um seine Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Während einige auf reine Kräuterfütterung mit Heu/Gras setzen, um diesen Bedarf zu decken (ja, das geht!), verwendet die Mehrzahl der Pferdemenschen die Mineralfutter vom Markt. Viele greifen dabei zu den günstigeren Produkten, die laut Ettiket alle notwendigen Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente und sogar Elektrolyte enthalten - klar, es ist nicht unnötig teuer und enthält alles, was mein Pferd braucht. Was bei der Auswahl des richtigen Mineralfutters viel wichtiger ist, wird leider viel zu selten bedacht: Die Bioverfügbarkeit.

Gerade jetzt im Fellwechsel merken wir sehr schnell, wenn unser Pferd nicht ausreichend mit Mineralstoffen versorgt ist. Es braucht vielleicht deutlich länger oder ist sehr müde, oder das Fell wird stumpf. Manchmal wird es sogar anfällig für Krankheiten, da das Immunsystem nicht belastbar ist oder behält sogar noch bis in den Sommer hinein den dicken Winterpelz.

Dann sollte man sich die Frage stellen, ob die aktuelle Mineralstoffversorgung den Bedarf des Pferdes überhaupt noch deckt - denn ohne Minerale und Vitamine keine Gesundheit.

Ein gutes Mineralfutter muss nicht zwingend als solches deklariert sein

Viele suchen direkt nach "Mineralfutter", wenn sie neues Futter benötigen. Leider sind viele Futtermittel, die eigentlich den Mineralstoffbedarf des Pferdes decken, nicht als Mineralfutter gekennzeichnet, da sie zum Beispiel einen zu geringen Anteil an Rohasche enthalten. Wenn dieser Wert unter 40% sinkt, darf das Futter nicht mehr als Mineralfutter bezeichnet werden, sondern nur noch als Ergänzungsfutter(mittel).

Anorganisch oder Organisch? Was ist besser?

"Ein Mineralfutter darf sich nur dann Mineralfutter nennen, wenn der Rohaschegehalt bei mindestens 40 Prozent liegt. 'Rohasche ist das, was übrig bleibt, wenn das Futter sechs Stunden lang bei 550 Grad verbrennt', so Sophia Riegger. Dieser Anteil soll garantieren, dass genügend Nährstoffe im Futter enthalten sind. Damit Asche entsteht, muss ein Teil der Nährstoffe anorganisch sein." (Cavallo)

Beides ist aus einer bestimmten Sicht besser fürs Pferd: Anorganische Stoffe können vom Pferd gerade im Falle von Zink schlechter aufgenommen werden - da sie nunmal anorganisch sind, d.h. nicht natürlich vorkommen. Gegensätzlich wird aber gesagt, dass anorganische Verbindungen für die Aufnahme optimaler wären, da sich die Kohlenstoffatome durch den Verbrennungsprozess leichter lösen lassen.

De facto sind also beide Arten wichtig, damit eine ausreichende Nährstoffaufnahme garantiert werden kann. Das Pferd braucht also sowohl anorganische als auch organische Minerale.


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Das richtige Mineralfutter erkennen

Ideal sind also Mixe aus anorganischen und organischen Mineralstoffverbindungen - doch wie zur Hölle soll man als Normalo jetzt wissen, was anorganische Verbindungen und welche organisch sind?

Das ist tatsächlich schwer, funktioniert aber mit einer Faustregel recht zuverlässig: Alles mit -chelat, -oxalat oder -citrat im Namen ist organisch, also natürlich. Futterzusätze bzw. -bestandteile mit anderen Endungen wie -oxid, -chlorid, -phosphat oder -sulfat sind hingegen anorganisch. Optimal ist das Futter, wenn es von allen wichtigen Mineralstoffen sowohl anorganische als auch organische Verbindungen enthält - dies ist jedoch selten der Fall.

Achte aber zumindest bei Zink und Selen auf eine gute Verteilung der Anteile, um deinem Pferd die Aufnahme dieser Minerale so einfach wie möglich zu gestalten.

Ich habe hier mal ein Beispiel, wie eine solche optimale Verteilung aussehen könnte:

Anorganisch organisch Mineral Futter Pferde Zusatzstoffe Agrobs Naturmineral

Man sieht sehr gut an den grün unterstrichenen Zeilen, dass in vielen Fällen (außer bei Eisen und Selen) sowohl eine anorganische Verbindung, als auch eine organische enthalten sind. Am Beispiel Kupfer: Das Futter enthält eine Sulfat-Verbindung (anorganisch) und eine Chelat-Verbindung (organisch), was in Kombination eine sehr gute Bioverfügbarkeit der Stoffe bewirkt.

Bei dem abgebildeten Futter handelt es sich um das Naturmineral von Agrobs, die Produktdetails habe ich mir von Ströh gemopst. Wie ihr sehen könnt, liegt hier der Rohascheanteil über 40%, weshalb es sogar als Mineralfutter zählt.

Kategorien: Pferdegerecht | Schlagworte: Fütterung

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